Turmfalken Terzel
Der Turmfalke begleitet meine Arbeit seit vielen Jahren. Ein Paar brütete lange Zeit in einer Blautanne direkt vor unserem Haus. Ich habe die Vögel im Wechsel der Jahreszeiten erlebt – ihr Rütteln über den Wiesen, das lautlose Abkippen in den Sturzflug, die konzentrierte Ruhe auf erhöhter Warte.
Die Tanne musste gefällt werden, sie war abgestorben.
Die Erinnerung hat Bestand.
Der Turmfalke (Falco tinnunculus) gehört zur Familie der Falconidae. Anders als viele vermuten, sind Falken genetisch näher mit Papageien und Singvögeln verwandt als mit Adler oder Habicht. Sie bauen keine eigenen Nester, sondern nutzen vorhandene Strukturen: alte Krähennester, Felsnischen, Höhlen oder Gebäudespalten.
Ihre Jagdtechnik ist hochspezialisiert. Turmfalken können ultraviolettes Licht wahrnehmen und dadurch die Urinspuren von Nagern erkennen – für das menschliche Auge unsichtbar, für den Falken ein präzises Orientierungssystem im Gelände.
Der hier dargestellte Terzel – das Männchen – trägt das charakteristische blaugraue Kopfgefieder. In diesem Porträt geht es mir nicht allein um die exakte Wiedergabe von Anatomie und Gefiederstruktur. Mich interessiert die Präsenz des Tieres: der wache, prüfende Blick, die innere Sammlung vor der Bewegung.
Fachlich beraten wurde ich bei dieser Arbeit von meinem langjährigen Falknerfreund Horst. Der Austausch mit Menschen, die Tiere nicht nur beobachten, sondern mit ihnen arbeiten, ist für meine künstlerische Auseinandersetzung von großem Wert.
Das Gemälde ist verfügbar.
Bei Interesse oder Fragen freue ich mich über Ihre persönliche Kontaktaufnahme.
40 x 50 cm
690 €
Der Klosterfuchs
Raumbeispiel
Der Klosterfuchs